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Ein Mahnmal für den Todesmarsch

Waldschüler beschäftigen sich bei Projektwoche mit Hagen im Dritten Reich

 Ihr Wunsch: Kunstwerk soll an Geschichte erinnern

 

Hagen. Hagen im Dritten Reich lautete das Thema der Projekttage an der Hermann-Allmers-Schule und der Waldschule. Im Mittelpunkt standen die Judenverfolgung in der Gemeinde und der sogenannte Todesmarsch der Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges vom U-Boot-Bunker Farge zur heutigen Gedenkstätte Lager Sandbostel, der 1945 durch die Gemeinden Uthlede, Hagen und Bramstedt führte.

Die  Ausarbeitungen dieses geschichtsträchtigen und emotionalen Projektes, das von Jugendpflegerin Petra Wulff-Haun geleitet wurde, präsentierten die 90 Schüler zum Ende des Projekts in drei Ausstellungsräumen. Zu dem Todesmarsch der Kriegsgefangenen hatten Felix Ullrich, Lukas Bothe und Timo Runge Zeitzeugen befragt. Ihre Erkenntnisse waren im Rathaussaal bildhaft dargestellt. Peter Heß hat uns seine Jugenderinnerungen an das Gefangenenlager in Sandbostel geschildert. Diese Aussage eines Zeitzeugen war für uns sehr wichtig, berichtete Felix. Die 16-jährige Jana Ziebell verlas eine erschütternde Dokumentation, wie ein Ohrenzeuge das Kriegsende erlebte. Im Seminarhaus Kramelheide hatten die Schüler ein Mahnmal gefertigt, das den Leidensweg der Männer während des Todesmarsches darstellt.  Leon Hillmann schilderte in beeindruckender Weise die Konzeption. Tonfiguren symbolisieren die Kriegsgefangenen, und an Stahlseilen aufgehängte Schuhe sollen an das Schlurfen und Klappern während des Marsches erinnern. Es ist zunächst nur ein Provisorium. Wir als zehnte Klasse wünschen uns, dass die endgültige Form des Mahnmals im April 2015 bei der Eröffnung der großen Ausstellung in der Burg präsentiert werden kann, sagte der 16-Jährige. Ein denkbarer Standort sei der Platz der inzwischen gefällten Friedenseiche auf der Grünfläche vor dem Rathaus. Der Künstler Harald Michaelis habe an der Gestaltung des Werkes mitgewirkt, berichtete Sarah Harjes-Fritzsche, Kunstlehrerin an der Waldschule. Die Schüler haben an drei Tagen sehr konzentriert mitgearbeitet. Durch diese künstlerische Darstellung konnten sie am Ende dieses schwierige Thema loslassen, machte sie deutlich.

Auch im Jugendhaus und im Kunstraum der Waldschule waren geschichtliche Ausarbeitungen zu diesem Thema zu sehen. Alle Ergebnisse der Projekttage fließen mit ein in die große Ausstellung, die im April in der Burg eröffnet wird, betonte Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos). (fp)

Mit dem sogenannten Todesmarsch der Kriegsgefangenen vom U-Boot-Bunker Farge zum Gefangenenlager Sandbostel 1945 haben die Waldschüler sich nicht nur historisch, sondern auch künstlerisch beschäftigt. Niklas Hons, Jana Ziebell und Leon Hillmann (von links) betrachten die Darstellung des Leidensweges der Kriegsgefangenen, die Teil eines Mahnmales ist. (Heß)